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Aktualisiert: vor 1 Stunde 49 Minuten

Werde "Jugendbotschafter/in Sportpsychologie"!

Mo, 26.06.2017 - 02:00

Die "Jugendbotschafter Dopingprävention" haben sich als feste Multiplikatoren im Anti-Doping-Kampf längst bewährt. Jetzt bildet die Deutsche Leichtathletik-Jugend (DLJ) auch im Bereich der Sportpsychologie engagierte Jugendliche aus, die anschließend ihr Wissen und ihre Kompetenz an Gleichaltrige weitergeben können.

Motivation, Konzentration, Emotionen – viele Aspekte beeinflussen das sportliche Handeln. Das Themenfeld der Sportpsychologie bietet umfangreiche Möglichkeiten, Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg zu unterstützen.

Ziel des Konzepts der „Jugendbotschafter Sportpsychologie“ der Deutschen Leichtathletik-Jugend (DLJ) ist die Ausbildung von jungen Engagierten, die als Multiplikator mit Tipps und Tricks den jungen Athlet/innen zur Seite stehen.

In einem Ausbildungsseminar werden, gemeinsam mit den Psychologen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und weiteren Experten zunächst theoretische und praktische Grundlagen erarbeitet und Handlungsleitfäden erstellt. Ziel ist die Qualifikation zum "Jugendbotschafter Sportpsychologie", welcher in Workshops, Kaderlehrgängen oder auf Meisterschaften die Psychologen des DLVs unterstützt.

Wissensvermittlung von Jugendlichen an Jugendliche

Der Peer-Group-Ansatz (junge Menschen für junge Menschen) erweist sich als sehr effektiv und soll daher weiter ausgebaut werden. Somit wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ihr Engagement zu erproben und ihre Kompetenzen zu erweitern.

 

Bewerbungen für das erste Ausbildungsseminar, das vom 29. September bis zum 1. Oktober 2017 in Alsfeld stattfinden, können bis 30. Juli mit dem Bewerbungsformular eingereicht werden. Zur Ausschreibung und zum Bewerbungsformular geht's hier

Mateusz Przybylko krönt die NRW-Gala Bottrop

Mo, 26.06.2017 - 02:00

Hochspringer Mateusz Przybylko hat sich in Bottrop auf 2,35 Meter verbessert. Lars Hamann steigerte bei der in ein internationales Meeting eingebetteten NRW-Meisterschaft den Speerwurf-Stadionrekord auf 82,29 Meter. Tatjana Pinto gewann über 100 Meter in windunterstützten 11,21 Sekunden und war auch über 200 Meter unangefochten.

 

Vier Tage nach seinem 2,30-Meter-Sprung in Ramstein stieg Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) am Sonntag in Bottrop bei 2,15 Meter ein und hatte erwartungsgemäß viel Luft zur Latte. Allein im Wettbewerb, ließ er dann schon 2,30 Meter auflegen, haderte zunächst mit dem wechselnd stark wehenden Schiebewind, überflog die Höhe im dritten Anlauf dann aber deutlich. Euphorisiert nahm der 25-Jährige die Herausforderung an und holte 2,32 Meter direkt im ersten Versuch.

Beim ersten Herantasten an 2,35 Meter touchierte er die Latte nur minimal mit der Wade. Der zweite Versuch gelang dann aber mit Bravour – Meetingrekord. Anschließend ließ der Athlet von Hans-Jörg Thomaskamp zwar 2,38 Meter – ein Zentimeter über dem deutschen Rekord – auflegen, trat aber nicht mehr an. „Der Oberschenkel hat zugemacht, schon bei 2,32 Meter habe ich ein Kribbeln gespürt“, erklärte Mateusz Przybylko. „Ich werde auch den geplanten Start am Mittwoch in Ostrava absagen“, erklärte er.

 

Lars Hamann „heiß auf Ostrava“

Erst bei den Deutschen Meisterschaften am übernächsten Wochenende in Erfurt (8./9. Juli) will Mateusz Przybylko die Wettkampfschuhe wieder schnüren. Nur vier deutsche Hochspringer sprangen jemals höher als er, in diesem Jahrtausend lediglich Martin Buß (TSV Bayer 04 Leverkusen) bei seinem Weltmeistertitel 2001 in Edmonton (Kanada).

Lars Hamann (Dresdner SC 1898) steigerte den Speerwurf-Stadionrekord auf 82,29 Meter. „Der recht böige Wind hat mir zugesetzt. Aber für die Bedingungen war die Weite okay. Jetzt bin ich natürlich heiß auf Ostrava, wo die vier deutschen WM-Kandidaten gegen vier Tschechen antreten“, sagte der 28-Jährige, der zwar die Norm für London (Großbritannien; 4. bis 13. August) erfüllt hat, aber im Moment noch auf Rang vier der DLV-Saisonrangliste steht.

 

Ryan Shields vor Kim Collins

Ryan Shields (Jamaika) behielt über 100 Meter bei 2,2 Metern pro Sekunde Gegenwind in 10,51 Sekunden die Oberhand. „Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat“, meinte der 24-Jährige, der zuletzt in Stockholm (Schweden) 10,19 Sekunden geschafft hatte. Kim Collins (St. Kitts und Nevis) folgte in 10,56 Sekunden. „Gesund bleiben und so schnell wie möglich rennen“, formulierte der Weltmeister von 2003 als Saisonziele.

Peter Emelieze (ASV Köln; 10,74 s) wurde Vierter.

Tatjana Pinto (LC Paderborn) trommelte schon im Vorlauf 11,30 Sekunden auf die Bahn. Eine Stunde später fügte sie dann als Siegerin bei etwas zu viel Rückenwind 11,21 Sekunden hinzu, um dann auch noch über 200 Meter vorne weg zu eilen. Hier blieb die Uhr nach 23,88 Sekunden stehen – bei 3,5 Metern pro Sekunde Gegenwind. „Ich war krank und habe flachgelegen, bin nun aber nun wieder voll belastbar und habe eine harte Traningswoche hinter mir“, sagte die 24-Jährige.

 

Matthis-Leon Wilhelm verblüfft

Matthis-Leon Wilhelm (SC Preußen Münster) überraschte als Weitsprung-Sieger mit allerdings windunterstützten 7,50 Metern. Der Haus- und Saisonrekord des 20-Jährigen steht bei 7,44 Metern. „Lange hat er Probleme mit dem Beuger gehabt, sich aber nach einer Trainingsumstellung wieder herangetraut“, erklärte Trainerin Elke Bartschat. Schon in der U18 war Matthis-Leon Wilhelm 7,37 Meter gesprungen.

 

Ein Zentimeter trennte die Weitspringerinnen Samantha Pretorious (Südafrika; 6,05 m) und Jovanna Klaczynski (BV Teutonia Lanstrop; 6,04 m). Jan Josef Jeuschede (TSV Bayer 04 Leverkusen) setzte sich im Kugelstoßen mit 18,34 Metern sicher durch. „In der Vorbereitung auf die DM haben wir in dieser Woche das Training intensiviert. Hinzu kommt, dass mir hintenheraus heute der Elan gefehlt hat“, erklärte der 24-Jährige, der sich drei Wochen zuvor auf 18,91 Meter gesteigert hatte.

Der Hammerwurf war fest in Leverkusener Hand: Bei den Männer gewann Jack Dalton mit der persönlichen Bestweite von 67,58 Metern, bei den Frauen lag Michelle Döpke mit 60,30 Meter vorn. Susana Costa (Portugal; 13,68 m) und Aina Griksaite (Litauen; 13,61 m) waren beste Dreispringerinnen. Auf der Stadionrunde holte Jonas Hanßen (SC Myhl LA; 47,87 s) Platz drei hinter Zakithi Nene (Südafrika; 47,08 s) und Jochem Dobber (Niederlande; 47,34 s). Lena Naumann (LT DSHS Köln; 55,34 s) preschte bei den Frauen vorneweg. Abraham Rotich (Bahrain; 3:39,86 min) setzte sich über 1.500 Meter gegen Rabii Doukkana (Marokko; 3:39,96 min) durch.  

Susen Küster löscht 17 Jahre alten LVN-Rekord

Mo, 26.06.2017 - 02:00

Susen Küster hat am Freitag in Halle/Saale den Vier-Kilo-Hammer auf 70,03 Meter katapultiert. Nur sechs deutsche Hammerwerferinnen warfen jemals weiter.

 

Hammerwerferin Susen Küster (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat am Freitag in Halle/Saale ihre persönliche Bestleistung buchstäblich pulverisiert. Und zwar steigerte sich die vorjährige Deutsche U23-Meisterin um dreieinhalb auf 70,03 Meter. Damit steht die 23-Jährige in der nationalen Saisonrangliste hinter Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt; 71,06 m) nun an zweiter Stelle. An der WM-Norm fehlen noch 97 Zentimeter. In der ewigen deutschen Bestenliste kletterte Susen Küster an die siebte Stelle.

Insgesamt legte Susen Küster in Halle eine konstante Serie hin. Drei Würfe waren weiter als der bisherige Hausrekord. Der 70-Meter-Wurf gelang im fünften Durchgang. Für den TSV Bayer 04 Leverkusen und den LV Nordrhein sind die 70,03 Meter Rekorde. Seit September 1999 stand das Höchstmaß bei 68,40 Meter und wurde von Bianca Achilles gehalten. Größter internationaler Erfolg von Susen Küster, die seit Anfang des Jahres für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet, ist Platz 14 bei der U20-EM 2013. Bei den Deutschen Meisterschaften belegte sie in den letzten beiden Jahren jeweils Platz fünf.

NRW-Gala Bottrop mit internationalen Topathleten

Do, 22.06.2017 - 02:00

Dimitri Bascou (Frankreich), der Europameister und Olympia-Dritte über 110 Meter Hürden, gehört zu den namhaftesten Athleten der NRW-Gala Bottrop, die am Sonntag zum vierten Mal als Kombination aus NRW-Meisterschaften und internationalem Meeting ausgetragen wird. Außerdem dabei: Der vorjährige Publikumsliebling Kim Collins und die österreichische Hürdensprinterin Beate Schrott. Tatjana Pinto, Lars Hamann und Marius Probst führen die DLV-Phalanx an.

 

Dimitri Bascou rangiert zurzeit mit 13,55 Sekunden an 15. Stelle der europäischen Saison-Bestenliste. Das ist für den 29-Jährigen nicht standesgemäß, steht sein Hausrekord doch bei 13,05 Sekunden. Nach einer Verletzungspause möchte der Franzose nun wieder internationales Niveau erreichen. Es ist davon auszugehen, dass er am Sonntag in Bottrop zumindest die für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in London geforderten 13,48 Sekunden knacken wird. Von der Papierform her ist Alexander John (SC DHfK Leipzig) sein härtester Konkurrent. Dessen Jahresbestzeit steht bei 13,58 Sekunden. Bei den Frauen ist die österreichische Hürdensprinterin Beate Schrott angekündigt. Der Hausrekord der EM-Dritten und Olympia-Finalistin von 2012 steht bei pfeilschnellen 12,82 Sekunden.

 

Kim Collins auf Abschiedstour

Im vergangenen Jahr war Kim Collins der gefeierte Star der NRW-Gala Bottrop. Der 41-Jährige von der Karibikinsel St. Kitts und Nevis stellte damals in 9,93 Sekunden nicht nur einen neuen 100-Meter-Stadionrekord auf, sondern auch einen Weltrekord für seine Altersklasse. Nunmehr ist der Weltmeister von 2003 auf Abschiedstour. Am Ende der Saison möchte er seine Spikes an den Nagel hängen.

Mit im Rennen befindet sich Ryan Shields (Jamaika), dessen Saisonrekord bei 10,16 Sekunden steht. Die deutschen Farben vertreten der frisch gekürte deutsche U23-Meister Daniel Hoffmann (TSV Bayer 04 Leverkusen), Peter Emelieze (ASV Köln) sowie Maximilian Ruth und Robin Erewa (beide TV Wattenscheid 01), der einst die Grundlagen der Leichtathletik in Bottrop erlernte. Auf der Stadionrunde messen sich Soufiane Bouhada (Algerien; 46,03 s) und Thomas Schneider (TSV Bayer 04 Leverkusen).

 

Mateusz Przybylko peilt Hausrekord an

Die Algerier Miloud Rahmani und Saber Boukemouche greifen über 400 Meter Hürden die 50-Sekunden-Schallmauer an. Bei den Frauen gibt Djamila Böhm (ART Düsseldorf) eine Kostprobe ihres Könnens.

Vier Tage nach seinem 2,30-Meter-Sprung in Ramstein versucht sich Hochspringer Mateusz Przybylko am neuen Hausrekord. Herausragender Hammerwerfer ist Mahmoud Hassa (Ägypten; 74,0 m).

Die mit 14,51 Meter notierte Liuba Zaldivar (Kuba) rückt den Dreisprung in den Fokus.

Tatjana Pinto (LC Paderborn) nutzt das Event, das erneut als Kombination aus NRW-Meisterschaften und Meeting ausgetragen wird, knapp drei Wochen nach ihren ausbaufähigen 11,71 Sekunden in Marseille zu einem Formtest über 100 Meter.

Hochkarätig besetzt ist der 1.500-Meter-Lauf, bei dem sich Marius Probst (TV Wattenscheid 01) der WM-Norm von 3:36,00 Minuten annähern könnte. Im illustren Feld befinden sich auch Andreas Lange (LG Braunschweig), 800-Meter-Spezialist Abraham Rotich (Bahrain) und der Pole Grzegorz Kalinowski.

Für Lars Hamann (Dresdner SC) dürfte der bei 80,41 Meter angesiedelte Speerwurf-Stadionrekord kein Problem sein, immerhin hat der 28-Jährige mit 86,71 Meter bereits die WM-Norm erfüllt. Aber damit ist er zurzeit in Deutschland nur Vierter, seine WM-Nominierung also nicht sicher. „Vielleicht schafft er es ja, hier seine Bestweite nochmals zu steigern“, sagt Dirk Lewald vom in Kooperation mit dem LV Nordrhein ausrichtenden LC Adler Bottrop. Mit Bernhard Seifert (SC Potsdam; 81,10 m) und Bartosz Osewski (Polen; 80,22 m) sind weitere 80-Meter-Werfer am Start.

Wissenschaftler begutachten Stabhochsprung-Messplatz

Mi, 21.06.2017 - 02:00

Über 100 Biomechaniker aus aller Welt haben den einzigartigen Stabhochsprung-Messplatz in der Leverkusener Fritz-Jacobi-Halle in Augenschein genommen und Einblicke in Aufbau, Funktion und Bedeutung der Einrichtung erhalten.

 

Demonstriert wurde, wo bei der Energieübertragung vom Springer zum Stab und vom Stab zurück zum Springer Verluste entstehen. Falk Schade vom Olympiastützpunkt Rheinland erklärte, dass demnächst auch Athleten anderer Disziplinen vom Messplatz profitieren sollen.

 

Der Körper von Stabhochspringer Marvin Caspari ist mit einer Vielzahl von Elektroden beklebt, als sich der 25-Jährige auf seiner Trainingsanlage in Bewegung setzt. Den Stab trägt er in Hüfthöhe vor sich her. Aus vollem Lauf steuert der Schützling von Bundestrainer Jörn Elberding der Matte entgegen. Kurz vor dem Einstechen bringt der Athlet den Stab über den Kopf, trifft den Einstichkasten präzise und hebt kraftvoll ab. Beim Anlauf gesammelte Energie wird auf den Stab übertragen und dieser zum Bogen gespannt.

Eine Katapultwirkung entsteht. Der Stab richtet sich auf und zieht Marvin Caspari in die Höhe. Der Springer schwingt sich nach oben in den Sturzhang, zieht sich am fast vertikal stehenden Stab hoch und drückt sich nach einer halben Körperdrehung hoch, weit über die Stabspitze hinaus. Kurz vor dem Scheitelpunkt der Flugkurve löst er die Hand, unterstützt den bogenförmigen Überflug durch ein leichtes Abknicken seines Körpers und gibt Acht, dass er die als Lattenersatz dienende Gummischnur nicht im Fallen mit der Brust touchiert.

 

Auswertung im 3D-Format

Auf Monitoren folgt prompt die Analyse des Bewegungsablaufes. Und zwar in dreidimensionaler Darstellung. Ermittelt wird, wie viel Energie Marvin Caspari zunächst gesammelt, dann auf den Stab übertragen und vom Stab wieder zurückerhalten hat. 21 Kameras haben sämtliche Bewegungen und die Frequentierung der Körperachsen dokumentiert, drei Plattformen und der dynamometrische Einstichkasten Anlaufgeschwindigkeit und Krafteinsatz erfasst.

„Ein anschauliches Beispiel für tiefgehende biomechanische Analysen auf der Grundlage von Energieberechnung“, umreißt Referent Falk Schade vor 110 Wissenschaftlern aus aller Welt, die Augenzeugen dieser anschaulichen Darbietung sind. Falk Schade, Biomechaniker am Olympiastützpunkt Rheinland und seit vielen Jahren in die Trainingsprozesse der DLV-Stabhochspringer eingebunden, hat den Messplatz konzipiert.

 

Bo Kanda Lita Baehre profitiert

Bestes Beispiel für den Nutzen der rund 500.000 Euro teuren Anlage sei die Entwicklung von Bo Kanda Lita Baehre. Der 18-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen hat den Bogen raus und lässt die Latte immer höher legen. Mittlerweile ist er bei 5,60 Meter angekommen. „Bei Bo haben wir spannende Sachen herausgefunden. Auch Raphael Holzdeppe nutzt den Messplatz regelmäßig. Das macht er nicht umsonst, das bringt ihn weiter“, sagt Falk Schade.

„Unsere Erkenntnisse sind Hilfsmittel, mit denen Trainer und Athleten arbeiten können. Aber wir würden uns nicht dazu versteigen Prognosen abzugeben, in welchem Zeitrahmen bestimmte Leistungssteigerungen möglich sind. Es gibt ganz viele Faktoren, die bei der Leistungsentwicklung eine Rolle spielen. Aber wir erkennen hier durchaus Potenzial“, erklärt der Wissenschaftler. Ziel sei die Effektivierung des Trainings.

 

Pro Jahr mehrere Kader-Lehrgänge

Die  Mitglieder der Stabhochsprung-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes haben über das Jahr verteilt mehrfach die Möglichkeit, sich in Leverkusen einer umfangreichen Diagnostik zu unterziehen. Nicht nur etablierten Assen, auch dem Nachwuchs bringt der Stabhochsprung-Messplatz Vorteile, gilt es doch den altersgerechten und langfristigen Aufbau von Talenten trainingswissenschaftlich zu begleiten.

Eine Erweiterung des Messplatzes ist angedacht. Falk Schade: „Für den Stabhochsprung steht das Setup, wenngleich wir immer noch in der Entwicklung und um Verbesserungen bemüht sind. Wir wollen ihn aber gerne auch für andere Disziplinen anwendbar machen, zum Beispiel den Sprint oder Hochsprung.“

Großartige NRW-Hammerwurfmeisterschaften im Olfener Steversportpark

Mo, 19.06.2017 - 02:00
Stadionrekord von Carolin Paesler ist der Veranstaltungshöhepunkt

Dass der SuS Olfen über eine leistungsstarke Hammerwurfgruppe verfügt ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Doch dass man in der Steverstadt auch  perfekte Organisatoren hat stellten die SuSler bei der Ausrichtung der, erstmals in Olfen durchgeführten, NRW Hammerwurfmeisterschaft am Fronleichnamstag mehr als deutlich unter Beweis.

 

Eine perfekte Organisation mit tollen Rahmenbedingungen bei hochsommerlichen Temperaturen und einem unglaublichen Timing, denn als der letzte Hammer in den Olfener Rasen einschlug, setzte das Gewitter mit Starkregen auch in Olfen ein, sorgte für viel Lob aus den Reihen der Aktiven und Trainer für den gesamten Helferstab der Olfener .

Einer der großen Höhepunkte der Meisterschaften war zum Verantaltungsende sicherlich der Auftritt der Frauen mit dem 4-kg-Hammer. Die Zweite der Deutschen Bestenliste, Carolin Paesler (LG Eintracht Frankfurt), die erst tags zuvor vom Bundestrainer noch gemeldet worden war, schleuderte den Hammer im letzten Versuch auf die neue Stadionrekordweite von erstklassigen 65,42m. Mit der mehrmaligen deutschen Jugendmeisterin Michelle Döpke (TSV Bayer Leverkusen), die 61,00m erreichte und Sina Mai Holthuijsen (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), die eine neue persönliche Bestleistung von 60,82m aufstellte, kamen zwei weitere Top-Hammerwerferinnen über die markante 60m-Marke.

 

Den Titel bei den Männern sicherte sich Lokalmatador Julian Brinkmann. Nach schwerfälligem Beginn steigerte sich der Olfener U 23 Werfer im letzten Versuch auf die Saisonbestmarke von 52,67m und verwies damit Nick Hövelbrinks vom LAZ Rhede (48,04m) auf Platz 2

Keine Blöße gab sich bei der männlichen Jugend U 20 der deutsche Jugendmeister Marc Okun (Leichlinger TV) als Sieger mit 62,31m. Für eine faustdicke Überraschung sorgte in dieser Klasse Fabian Schulz vom SC Porta Westfalica Nammen, der sich als Vizemeister und bester Westfale auf 56,87m steigern konnte. Platz der in diesem sehr guten Wettbewerb sicherte sich Till Brockmann (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) mit 53,82m.

Große Freude auch bei Sherin Köller in vom SuS Olfen in der Altersklasse U 20. Mit 42,42m hatte sie bereits im 4. Versuch die Norm für die Deutschen Meisterschaften in Ulm überboten, im letzten Versuch folgten dann noch 42,62m, womit sie den zweiten NRW-Titel für den ausrichtenden  SuS Olfen  an diesem Tag holte und auch ihren eigenen Stadtrekord erneut verbesserte. Dabei hatte sie am Ende über 3 m Vorsprung vor Annika Straub (LAZ Soest) mit 39,43m. Für die Jugend-DM in Ulm hat Sherin Köller nun die Qual der Wahl, denn sowohl in der U18, der sie noch angehört, wie auch in der U20 hat sie jetzt die Quali geschafft.

Auch in der männlichen U 18 blieben die beiden Erstplatzierten über der geforderten DM-Norm für Ulm. Den Titel sicherte sich hier erwartungsgemäß Moritz Leitung von der LAZ Rhede mit 56,04m vor  Rik Amann vom SuS  Olfen mit 53,99m.

Den nächsten Favoritensieg gab es in der weiblichen U 18, wo Johanna Giersch (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) mit 51,55m unantastbar blieb. Vizemeisterin und beste Westfälin wurde hier überraschend Kira Schlierkamp vom SuS Olfen die sich auf 44,75m steigerte.

In den U 16 Klassen verbuchten die Nachwuchsakteure der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen gleich drei Titel. So siegte Charlotte Denecke in der W 15 mit 40,83m, Nele Frisch in der W 14 mit 34,75m und Luca Overmeyer in der M 14 mit 45,63m. Der NRW Titel in der M 15 ging an Tom Pietzonka vom LAZ Rhede mit 32,33m.

Extreme bei den Nordrhein-Seniorenmeisterschaften

Mo, 19.06.2017 - 02:00

Offene Nordrhein-Seniorenmeisterschaften in Krefeld-Uerdingen am 15.06.2017

Trotz extremer Wetterverhältnisse zeichnete sich die Meisterschaften durch hervorragende Ergebnisse aus.

 

Unter den 409 Teilnehmern bestach Werner Beecker (M85, LC Wuppertal) mit einer deutschen Bestleistung. Er lief die 1500 Meter in 7:12,43 Minuten. Karin Stump (W70, Alemannia Aachen) meldete sich mehr als ein Jahr nach ihrer schweren Verletzung bei den Halleneuropameisterschaften in Ancona mit Siegen im 100-m-Lauf und Weitsprung zurück. Im Laufe des Tages entwickelte sich eine Gluthitze, die sich schließlich in einem kräftigen Gewitter mit Orkanböen entlud und zum Abbruch des 5000-m-Laufes führte. [# Ergebnisse]

 

Die 85-Jährigen

Werner Beecker und der vielfache deutsche M85-Rekordhalter Herbert E. Müller (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen ) teilten sich die Laufstrecken auf. Müller lief 100 m (17,87), 200 m (39,27) und 400 m (97,09), Beecker wählte die längeren Strecken 800 m (3:35,35) und 1500 m (7:12,43). Beecker verbesserte im 1500-m-Lauf mit 7:12,43 die bisherige Bestzeit von Herbert E. Müller (7:18.37) aus dem Jahr 2014. Beecker ist neu in M85, während Müller bereits im vierten Jahr dieser Altersklasse zugehört. Dritter im Bunde der M85 war Wilhelm Bexkens (LG Stadtwerke Hilden). Er wählte als Einziger in M85 den Hochsprung (1,05), den Kugelstoß (9,56), den Diskuswurf (14,53) und warf den Speer auf eine beachtliche Weite von 24,36 m.

 

Hoch hinaus

Wolfgang Hirt (M70, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), Volker Danneberg (M60, TV Bedburg 1927) und Frauke Viebahn (W55, DJK Blau-Weiß Annen) boten im Hochsprung Leistungen der Spitzenklasse.

Nachdem Wolfgang Hirt (M70) 1,49 m übersprungen hatte,  stellte er sich die Frage, den kürzlich erstellten deutschen M70-Rekord 1,53 m von Thomas Zacharias anzugreifen. Ermutigt von den Hochsprungkameraden in seiner Gruppe und interessierten Zuschauern ließ Hirt die Latte auf 1,54 m legen. In drei Versuchen verfehlte er die Rekordhöhe äußerst knapp. Er erhielt viel Applaus.

Volker Dannenberg (M60)  knüpfte mit 1,64 m an seine deutsche Jahresbestleistung in M60 an, die er am 20.05.2017 in Aachen erzielt hatte. In diesem Jahr ist er wohl der Einzige seiner Altersklasse in Deutschland mit übersprungenen 1,60 m. Dannenberg demonstrierte seine Vielseitigkeit durch weitere erste Plätze über 100 m (13,33), im Weitsprung (5,07) und als Teilnehmer der 4x100-m-Staffel der StG Hünxe-Bedburg (52,29).

Spitzenniveau in mehreren Sportarten zeigt Frauke Viebahn (W55). Im Hochsprung fehlten ihr mit 1,46 m lediglich vier Zentimeter an ihrer eigenen deutschen W55-Bestleistung. Zu ihren weiteren Siegen zählten die 100m in 13,95 und der Weitsprung mit 4,54 m.

Im Stabhochsprung dominierten in ihren Altersklassen Ute Ritte (W65), Dr. Thomas Ritte (M35), Wolfgang Ritte (M60) - alle LAV Bayer Uerdingen/Dormagen - und Siegbert Gnoth (M75, TuS Gildehaus).

Ute Ritte näherte sich mit 2,60 m ihrem eigenen deutschen W65-Rekord auf 10 Zentimeter. Sie erhielt auch die Goldmedaille im Weitsprung (3,95 m) und im 100-m-Lauf (16,62).

Dr. Thomas Ritte zeigte nicht nur im Stabhochsprung mit 4,60 m sehenswerte Horizonte einer Seniorenveranstaltung, sondern auch im Weitsprung mit der Weite 6,34 m.

Die Wiederholung der 4-m-Höhe Anfang Mai in Wipperfürth blieb Wolfgang Ritte in Uerdingen versagt. Mit 3,80 m zeigte er trotzdem eine hervorragende Leistung, die immerhin noch 40 Zentimeter über Jahresbestleistungen seiner Konkurrenten in Deutschland liegt. Den M60-Rekord hält er mit 4,32 m.

Als Gast aus Niedersachsen nahm Siegbert Gnoth am Stabhochsprungwettbewerb teil. Der deutsche M75-Rekordhalter (2,80 m) errang mit 2,50 m die Goldmedaille.

 

Wurfgewalt

Vermutlich an die Spitze der diesjährigen Bestenliste im Kugelstoß der M60 setzte sich Dr. Roland Wattenbach (TV Eiche Bad Honnef) mit 13,99 Metern.

Über 13 Meter (13,01) stieß auch Rolf Ludwig Griesberg (M65, Pulheimer SC) die 5-kg-Kugel.

In M70 setzte sich Ralf Unger (TuS 1889 Buir) sowohl im Kugelstoß (4 kg) als auch im Diskuswurf erheblich von der Konkurrenz ab. Seine Kugelstoßweite betrug 13,90 Meter. 14,14 m hatte er vor kurzem in Witten gestoßen und damit eine deutsche Jahresbestzeit festgelegt. Den Diskus warf er 42,13 Meter weit, nicht ganz so weit wie bei den westfälischen Meisterschaften 2017 in Paderborn, wo die Scheibe bei 43,01 Metern aufschlug. Zurzeit zählt er zu den wenigen 42-Meter-Werfern der M70 in Deutschland

Im Diskuswurf zeigte Peter Speckens (M80, SV Rotweiß Schlafhorst) mit 33,28 m wie gewohnt seine Klasse. In seiner Altersklasse stellt die 30-m-Marke eine besondere Herausforderung dar, die er wohl in diesem Jahr bisher als Einziger übertroffen hat.

 

Laufnotizen

Die folgenden Athletinnen und Athleten empfahlen sich mit Bestleistungen als Favoriten für die deutschen Meisterschafen in Zittau:

W55/100 m: Knipp-Diawuoh Helga (VFL Engelskirchen) 30,74;

W55/800 m: Knipp-Diawuoh 2:42,17 (400m 1:09 in Siegburg)

W55/800 m: Gippert Monika (TV Herkenrath) 2:35,49

W55/1500 m: Gippert 5:29,15 

W65/800 m: Scharbatke Veronika (LC Wuppertal) 3:11,36

W75/100 m: Venn Hannelore (TV Bedburg 1927) 17,42

W75/200 m: Venn 36,51

 

M65/800 m: Lorbach Heinz (TuS Köln rrh.) 2:29,77 

M65/1500 m: Lorbach 5:04,64

M75/800 m: Friese Klaus-Dieter (STV Hünxe) 2:55,64

M75/1500 m: Friese 6:28,02

M85/100 m: Müller Herbert E. (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) 17,87

M85/200 m: Müller 39,27

M85/400 m: Müller 97,09

M85/800 m: Beecker Werner (LC Wuppertal) 3:35,35

M85/1500 m: Beecker 7:12,43

Medaillenaussichten bei den deutschen Meisterschaften untermauerten zudem:

W40/100 m: Pütz Anja (SV Germania Dürwiß) 13,46

W40/200 m: Pütz 28,69

W40/100 m: Hobohm Sabine (TuS Köln rrh.) 13,63

W40/200 m: Hobohm 28,76

W50/200 m: Houben Christiane (LAZ Mönchengladbach) 29,48

W50/400 m: Pfennig Doris (LT DSHS Köln) 65,51

W50/800 m: 2:29,74

W70/100 m: Stump Karin (Alemannia Aachen) 17,14

W70/200 m: Glatzki Helga (Krefelder SV) 38,63

M50/800 m: Weber Frank (TV Refrath) 2:09,48; Müller Andreas (Turnverein Erkelenz) 2:11,18.

M60/200 m: Dirking Ulrich (TSV Bayer 04 Leverkusen) 27,20

M60/1500 m: Pullwitt Wolfgang (Korschenbroicher LA-Club) 5:08,57  

M65/100 m: Unterloh Friedhelm (STV Hünxe) 13,73

M65/200 m: Unterloh 28,15

Acht Titel bei U23-DM

Mo, 19.06.2017 - 02:00

Acht Siege und insgesamt 23 Medaillen – die Bilanz des LV Nordrhein bei der U23-DM in Leverkusen kann sich sehen lassen.

 

Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) hat die beiden Leverkusener Meisterschaftstage eindrucksvoll genutzt, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Über 5.000 Meter wurde der 22-Jährige mit dem ersten Deutschen Meistertitel seiner Laufbahn belohnt. Er überquerte die Ziellinie nach 14:25,71 Minuten. Über 1.500 Meter spurtete Maximilian Thorwirth in 3:55,23 Minuten auf den Silberrang. Im Dreisprung flog Jessie Maduka (ART Düsseldorf) erneut zum Titel und zur U23-EM-Norm. Dabei pulverisierte sie ihren Hausrekord. „Endlich hat es mal mit dem Anlauf geklappt. Ich wusste, dass viel möglich ist. Aber mit dieser Weite hatte ich nicht gerechnet“, jubelte sie über ihre 45-Zentimeter-Steigerung auf 13,61 Meter. Die Studentin der UCLA in Los Angeles war erst am Freitag in Deutschland gelandet. Der Zeitunterschied von neun Stunden steckte ihr noch in den Knochen.

Joshua Abuaku (LAV Oberhausen) verteidigte in 50,93 Sekunden seinen Titel über 400 Meter Hürden erfolgreich. Vize-Meister Jonas Hanßen (SC Myhl LA; 51,06 s), der ebenfalls mit der U23-EM planen kann, kam an der sechsten Hürde ins Straucheln. Im Stabhochsprung war Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) vor heimischer Kulisse der gefeierte Held. 5,60 Meter nahm er im ersten Versuch. Damit verbesserte der Schützling von Christine Adams seinen Hausrekord um zehn Zentimeter. Zehnkämpfer Torben Blech gab im Feld der Spezialisten eine Top-Figur ab. Er verbesserte sich auf 5,30 Meter und strich Bronze ein.

 

Daniel Hoffmann nutzt Heimvorteil

Sprinter Daniel Hoffmann nutzte seinen Heimvorteil ebenfalls eindrucksvoll und stürmte über 100 Meter den Mitbewerbern in 10,52 Sekunden davon. „Ich bin überwältigt. Ich bin einfach gespannt, wie es weitergeht mit mir. Ich habe heute im achten Wettkampf gezeigt, wo es mit mir hingehen kann“, erklärte der Schützling von Tobias Kofferschläger, der in der Vorwoche in Regensburg mit einer Steigerung auf 10,39 Sekunden und der U23-EM-Norm einen deutlichen Fingerzeig gegeben hatte. Ein zweites Mal durfte der Newcomer mit der 4x100-Meter-Staffel ganz oben aufs Podest klettern. Nico Menzel, Daniel Hoffmann, Kai Köllmann und Torben Blech demonstrierten optimale Wechsel und durcheilten die Stadionrunde in pfeilschnellen 40,32 Sekunden. Auch Kai Köllmann durfte zweimal jubeln. Er machte über 200 Meter sein eigenes Rennen und gab alles – was mit 21,16 Sekunden und wie im Vorjahr mit Silber belohnt wurde. „Heute war es wesentlich härter als im vergangenen Jahr. Die Konkurrenz war deutlich stärker. Ich hoffe, dass ich am Dienstag für die U23-EM nominiert werde, zumindest für die Staffel“, sagte der Athlet von Hans-Jörg Thomaskamp.

Die 3x800-Meter-Staffel sorgte für einen aus Leverkusener Sicht goldenen Abschluss. Nach 6:23,63 Minuten stoppten für Berit Scheid, Sarah Schmidt und Konstanze Klosterhalfen die Uhren. Mit rund 13 Sekunden Vorsprung gewannen sie die Goldmedaille. Inken Terjung, Vera Coutelier und Vera Hoffmann sicherten dem ASV Köln in 6:36,92 Minuten Silber. Die Titelverteidigerinnen von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen wurden Dritte. Esther Jacobitz, Kira von Ehren und Tanja Spill liefen 6:39,27 Minuten. Über 4 mal 400 Meter wurden die Langsprinterinnen vom LT DSHS Köln ihrer Favoritenstellung gerecht. Laura Marx, Laura Sophie Großhaus, Katrin Schmidt und Nelly Schmidt bestimmten das Rennen von Beginn an. In 3:43,87 Minuten verteidigten sie ihren Titel aus dem Vorjahr. U20-WM-Teilnehmerin Laura Marx hatte sich zuvor im 400-Meter-Einzel mit einer energischen Schlussphase in 53,96 Sekunden auf den Bronzerang geschoben.

 

Acht Mal Silber, sieben Mal Bronze

Stabhochspringerin Ria Möllers (TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde vor heimischer Kulisse vielumjubelte Vize-Meisterin. Sie nahm 4,10 Meter auf Anhieb. Vorjahressiegerin Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) hielt über 800 Meter von Beginn an den zweiten Platz, den sie bis ins Ziel nicht abgab. Ihre Zeit: 2:07,52 Minuten. Leicht und locker wie nie agierte Hammerwerferin Sina Mai Holthuijsen (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), die mit Meisterschafts-Silber belohnt wurde. Schneller denn je und technisch sauber steigerte die Vorjahres-Dritte sich von Versuch zu Versuch und stellte ganz zum Schluss mit 62,38 Metern einen neuen niederländischen U23-Rekord auf. Michelle Döpke. brachten 60,08 Meter Bronze. Dominik Klaffenbach holte mit 58,08 Metern auch Platz drei.

Der vorjährige nationale Speerwurf-U20-Meister und U23-Vizemeister Nils Fischer (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde mit seinen 72,03 Metern ganz zum Schluss noch auf den Silberrang verdrängt. Beim anderen Geschlecht schaffte Titelverteidigerin Gwendolyn Fuchs (LT DSHS Köln), die auf 48,93 Meter kam, den dritten Platz. Für Furore sorgte U20-Sprinterin Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) wie in diesem Jahr schon einige Male – zuletzt mit ihrem 100-Meter-Sprint aus Regensburg in 11,29 Sekunden. Daheim gewann die 19-Jährige in 11,63 Sekunden die Bronzemedaille in der zum Teil drei Jahre älteren Konkurrenz. Über Bronze durfte sich auch die 4x400-Meter-Staffel der Leverkusener Junioren freuen. Für die vier Stadionrunden benötigten Ary Mesgary, Jonathan Riemer, Sven Hauck und Luca Wolf 3:18,62 Minuten. 

Kindersportfest bei der Alemannia Aachen

Fr, 16.06.2017 - 02:00

An die 140 Kinder freuten sich beim diesjährigen Alemannia-Kindersportfest über wunderbar sonniges Wetter und einen gelungenen Wettkampftag im Aachener Waldstadion. Fünfzehn Mannschaften hatten ATG, Armada Würselen, DJK Frankenberg, Germania Dürwiß, DJK Herzogenrath, TV Erkelenz und die gastgebende Alemannia an den Start gebracht. Deren Anhang sorgte für einen stimmungsvollen Nachmittag und würdigte die gezeigten Leistungen bereitwillig mit Applaus. Erstmals fand das Kindersportfest auch im Rahmen der neuen Kreiswertung um den „Aachener KiLA-Pokal“ statt, dessen Veranstaltungsreihe beim Hallenwettkampf in Herzogenrath seinen Anfang genommen hatte.


Während es in der U8 einen klaren Sieg der leichten Athleten der ATG gab, die alle drei Disziplinwertungen für sich gewinnen konnten, lieferten sich in der U10 zwei Mannschaften von Alemannia Aachen einen engen Zweikampf um den Sieg und errangen jeweils zwei Disziplinsiege innerhalb ihres Vierkampfs. Dabei siegte die erste Mannschaft knapp mit einem Punkt vor der zweiten, die U10 der DJK Frankenberg landete als Dritte ebenfalls auf den Podesträngen. Zeitgleich trugen sieben Mannschaften der U12 die Kreisvorrunde um den Jochen-Appenrodt-Pokal aus. Hier konnte sich die erste Mannschaft von Alemannia Aachen erneut für das Landesfinale qualifizieren und gewann innerhalb ihres Fünfkampfs die Hindernis-Sprintstaffel, den Stadioncross, den Weitwurf und den Hoch-Weitsprung. Auf den Rängen zwei und drei folgten die Mannschaften von Armada Würselen und der ATG.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

U23-DM

Fr, 16.06.2017 - 02:00

Sieben Vorjahressiege als Maßstab

 

121 Einzelakteure und 21 Staffeln aus dem Gebiet des LV Nordrhein wurden für die U23-DM am Wochenende (17./18. Juni) in Leverkusen gemeldet, darunter einige Titelverteidiger.

 

Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) holte im Vorjahr in Wattenscheid zunächst den Titel über 800 Meter, um kurz darauf als Schlussläuferin auch noch ihrer Klubstaffel über 3 mal 800 Meter zum Sieg zu verhelfen. Dieser letzte Wettbewerb der zweitägigen Veranstaltung verspricht nunmehr besondere Spannung, da sich auch die Lokalmatadorinnen vom TSV Bayer 04 Leverkusen bewerben. Leistungsträgerin Konstanze Klosterhalfen, die in der Folgewoche bei den Team-Europameisterschaften in Lille (Frankreich; 25./25. Juni) das Nationaltrikot trägt, muss angesichts der anstehenden internationalen Herausforderungen mit ihren Kräften haushalten und beschränkt sich vor heimischer Kulisse auf den Einsatz in dieser Staffel. Ebenso die Vize-Europameister der U20 Sarah Schmidt, die durch einen hartnäckigen Infekt im Saisonaufbau zurückgeworfen wurde.

Langhürdler Joshua Abuaku (LAV Oberhausen) muss sein Vorjahres-Gold gegen den damals erkrankt fehlenden Jonas Hanßen (SC Myhl LA) verteidigen. Jessie Maduka (ART Düsseldorf), die im vergangen Jahr gleich in ihrem zweiten Dreisprung-Wettkampf (außerhalb des Schüleralters) den DM-Titel einfuhr, nimmt ebenfalls erneut Anlauf. Die Viertelmeilerinnen vom LT DSHS Köln sind mit der 4 mal 400-Meter-Staffel Titelverteidigerinnen. Und im Speerwurf ihre Klubkollegin Gwendolyn Fuchs, die sich in Wattenscheid im letzten Versuch von Platz vier auf eins nach vorn katapultierte. Aber auch Fabienne Schönig (LG Wipperfürth) möchte im Kampf um Sieg und Platzierungen mitmischen.

 

Florian Weeke wird hoch gehandelt

Über 400 Meter sicherte sich Florian Weeke (LT DSHS Köln) 2016 Silber, gilt nun aber als Mitfavorit. Caroline Klein, die sich am Wochenende im Siebenkampf ebenfalls als beste Deutsche für die U23-EM qualifiziert hat, greift nun im Hürdensprint und Weitsprung nach Edelmetall. Im Weitsprung holte sie im Vorjahr Silber. Höchste Brisanz birgt das Speerwurf-Duell zwischen Nico Rensmann und dem vorjährigen U20-Meister und U23-Vizemeister Nils Fischer. Beide stehen in der Meldeliste an zweiter und dritter Stelle – nahezu gleichauf und nur minimal unter der Normanforderung für die U23-EM.

Dreispringer Benjamin Weßling rangiert in der Meldeliste an Position drei und hat noch Luft nach oben. Im letzten Jahr fehlte ihm als Vize-Meister ein Zentimeter zum Sieg. Kai Köllmann (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) gab im letzten Jahr über 200 Meter alles und lag zwischenzeitlich knapp in Front. Am Ende blieb Silber – immerhin. Und jetzt?

 

Bo Kanda Lita Baehre Titelanwärter

Im Stabhochsprung gilt der noch in der U20 startberechtigte Bo Kanda Lita Baehre auch bei der älteren Konkurrenz als heißer Titelanwärter. Gut möglich, dass Zehnkämpfer Torben Blech bei der Siegerehrung neben ihm steht. Als bester deutscher U23-Athlet qualifizierte er sich am Wochenende mit neuer Bestleistung von 7.872 Punkten für die U23-Europameisterschaften und bewältige dabei im Stabhochsprung 5,20 Meter. Dem 22-Jährigen darf auch im Hürdensprint eine DM-Medaille zugetraut werden. Für eine große Überraschung könnte U20-Ass Jennifer Montag (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) sorgen, die über 100 Meter inzwischen bei 11,29 Sekunden angekommen ist.

Gerechnet werden muss mit dem aufstrebenden Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd), der über 1.500 Meter bereits die Norm für die U23-EM unterboten hat, aber auch über 5.000 Meter vorn mitmischen könnte. Jonathan Dahlke (TV Herkenrath) hat die Normanforderung für die U23-EM über 5.000 Meter erfüllt, dürfte aber über 3.000 Meter Hindernis noch nachziehen.  Keine Überraschung wäre, wenn der kampfstarke Frederik Ruppert (SC Myhl LA) über 800 Meter aufs Podest spurtet.  Im Hammerwurf zielen Sina Mai Holthuijsen (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) und Michelle Döpke (TSV Bayer 04 Leverkusen), ihr Klubkollege Dominik Klaffenbach sowie Marc Okun (Leichlinger TV) nach Edelmetall. Mit beachtlichen Leistungen in den letzten Wochen hat die noch in der U20 startberechtigte Annina Brandenburg (ART Düsseldorf) im Diskuswurf Kurs auf einen Treppchenplatz genommen.

Leverkusen Schauplatz der U23-DM

Di, 13.06.2017 - 02:00

Leverkusen ist am Wochenende (17./18. Juni) Schauplatz der U23-Meisterschaften des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Knapp 1.000 Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 1995 und jünger ermitteln in 34 Einzel- und sechs Staffel-Konkurrenzen nationale Titelträger. Zudem geht es um Fahrkarten zu den U23-Europameisterschaften, die in einem Monat in Bydgoszcz (Polen) stattfinden.

 

Nach den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften 2011 und der Team-DM für die U20 und U16 2015 ist die Leverkusener Fritz-Jacobi-Sportanlage am Wochenende bereits zum dritten Mal in sechs Jahren Schauplatz einer Deutschen Meisterschaft. „Die dadurch zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung macht uns stolz“, sagt Dr. Frank Kobor, der Leiter der Leichtathletik-Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen. Der Traditionsverein fungiert in enger Zusammenarbeit mit dem Leichtathletik-Verband Nordrhein als – wie es im Amtsdeutsch heißt –örtlicher Ausrichter.

Zu erwarten sind zwei spannende Wettkampftage mit hochkarätigen Leistungen und packenden Positionskämpfen. Diese werden nicht nur dadurch gewährleistet, dass es um Meistertitel und Platzierungen geht. Besonderen Stellenwert bekommen die Entscheidungen, weil auch Fahrkarten zu den U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz vergeben werden. In Leverkusen fällt definitiv die Entscheidung über die Zusammensetzung der deutschen Mannschaft.

 

EM-Nominierungen locken

Wer in Polens Leichtathletik-Hauptstadt an den Start gehen möchte, muss sich auch in Leverkusen der Konkurrenz stellen. Die Veranstaltung im Manforter Stadion ist die letzte Möglichkeit, noch auf den Nominierungszug aufzuspringen. Das allein verspricht höchstes Niveau. 60 Juniorinnen und Junioren haben – obwohl die Saison gerade erst auf Touren kommt – bereits die Norm für die U23-Europameisterschaften erfüllt. Dass in 24 der insgesamt 34 Einzelkonkurrenzen die Vorjahressieger wieder am Start sind, zeigt, wie vehement in ganz Deutschland der Nachwuchs nach vorn drängt.

Die Ausrichter haben mit der hervorragenden Infrastruktur der Fritz-Jacobi-Sportanlage im Rücken an alles gedacht, um es den besten U23-Athleten Deutschlands so angenehm wie möglich zu machen. So wird es sicherlich zahlreiche Gespräche abseits des Wettkampfgeschehens geben.

 

Logistische Herausforderung

Logistisch sind die Junioren-Titelkämpfe eine Riesenherausforderung. Die Vorbereitungen laufen seit Wochen und Monaten. Mehr als 100 Kampfrichter und Helfer stemmen die Veranstaltung. Die Fritz-Jacobi-Sportanlage wurde grundgereinigt und fein herausgeputzt. Die Sprunggruben sind geschniegelt, Laufbahn und Wurfringe gefegt, der Rasen gemäht, die Weiten markiert, Kuchen gebacken, Getränke geordert und die Bratwürstchen gekauft. Druckfrisch liegen die Urkunden im Wettkampfbüro und warten auf ihre Empfänger.

 

Die gesamte Veranstaltung wird vom Onlineportal leichtathletik.de live übertragen – Fachkommentare, Expertengespräche und Siegerinterviews inklusive. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag um 12:45 Uhr und am Sonntag um 11:25 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro pro Tag.

34. Rhein-Ruhr-Marathon

Di, 13.06.2017 - 02:00

Hitzerennen in Duisburg bei 30 Grad
Gut 30 Grad zeigte das Thermometer am vergangenen Sonntagmittag an. Das lädt zu einem Besuch ins nächste Schwimmbad oder zum Badesee ein. Rund 5.513 Handbiker, Skater und Läufer zogen es jedoch vor, sich bei den schweißtreibenden Temperaturen anderweitig sportlich zu betätigen und beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg zu starten.

 

Allein waren sie aber nicht, zehntausende Zuschauer feuerten sie an und zeigten große Hilfsbereitschaft. Neben den insgesamt 17 offiziellen Versorgungsstellen entlang der Strecke hatten Anwohner  erfrischende Duschen aufgebaut, wo sich die Teilnehmer für einen kurzen Augenblick abkühlen konnten. Die Laufveranstaltung ist eines der Großereignisse für Sportler in NRW und die Bürger im Ruhrgebiet, da muss man einfach mit dabei sein. Am Ende gewann die Hitzeschlacht Karsten Kruck in 2:40:37 Stunden. Bei den Frauen siegte Coco Wieland mit einer Zeit von 3:08:06.

Zahlreiche Wettbewerbe und eine Doppelstarterin
Der erste Startschuss erfolgte an dem Tag schon um 8 Uhr, in den frühen Morgenstunden. Nacheinander gingen die Handbiker, dann die Inliner und die Eikidenstaffel vor der MSV-Arena auf die Strecke. Unter den Inlinern befand sich auch die Kölnerin Claudia Maria Henneken. Sie hatte sich für den Tag einiges vorgenommen gehabt. Nach dem Zieleinlauf auf Rollen sollte es anschließend im Rahmen des Marathons per Doppelstart die ganze Strecke nochmal zu Fuß gehen. Erstmal nichts Ungewöhnliches, Henneken galt jedoch als Favoritin und hatte es sich zum Ziel gesetzt, beide Rennen zu gewinnen.

Matthias Büchel und Nele Reike gewinnen Halbmarathon
Im weiteren Verlauf des Vormittags gingen die Halbmarathonteilnehmer auf die Strecke. Hier war der Ausgang im Vorfeld ungewiss. Es hatten weder Karol Grunenberg, Enrico Dietrich, noch Vorjahressieger Maciek Miereczko gemeldet. Dafür durfte sich 1:16:44 Stunden später Matthias Büchel über den Sieg freuen, der auch mit einem Augenzwinkern offen zugab: „Wie gut, dass Miereczko heute nicht mitlief“. Wenig später folgte ihm mit 1:17:39 Stunden Murat Celik vom Ayyo Team Essen e.V. Den dritten Platz belegte kurz darauf Dennis Breuer vom ASV Duisburg mit 1:18:35 Stunden. Die Frauenwertung gewann Nele Reike aus Essen. Überglücklich über ihren Sieg erreichte sie das Ziel in 1:24:56 Stunden. Ein fast Kopf-an-Kopf Rennen lieferten sich zum Schluss Katharina Wehr (TV Wanheimerort) und Melina Buil. Wehr sicherte sich mit 1:26:24 Stunden den zweiten Platz, nur 6 Sekunden später folgte ihr Buil.

Karsten Kruck und Coco Wieland machen beim Marathon das Rennen
Der Höhepunkt des Tages war natürlich die Königsdisziplin, der Marathon über 42,195 km zu Fuß. Leider fehlte auch bei der diesjährigen Auflage die deutsche Spitze. Und somit sah es nach einem Duell zwischen Karsten Kruck (ASV Duisburg) und Björn Tertünt (Ayyo Team Essen) aus. Völlig überraschend hatte dann aber der 4-malige Gewinner Magnus Kreth (ASV Duisburg) nachgemeldet.

Bei den Frauen waren die Vorjahresgewinnerinnen Karin Schank und Vorjahreszweite Silke Niehuis nicht am Start. Auch die Duisburger Lokalmatadorin Antje Möller hatte nicht gemeldet. Somit rechnete man der Doppelstarterin Claudia Maria Henneken (DauerLaufVerein Köln) gute Siegchancen zu. Aber der Ausgang eines Marathonrennen lässt sich nur bedingt vorhersagen, insbesondere wenn Faktoren wie Hitze und eine unerwartete Nachmeldung dazukommen. Kurz nach dem Start übernahm nämlich Coco Wieland bei den Frauen die Führung. Der bereits 46-Jährigen aus Ismaning gelang beim letztjährigen München-Marathon erstmals mit 2:57:29 Stunden der ersehnte Sprung unter die 3-Stunden-Marke. Ein Trainingszustand, der sie das gesamte Rennen über konkurrenzlos machte. Kein guter Ausgang für Henneken, die beim Inlinerrennen bereits frustriert auf dem zweiten Platz landete. Die Siegerin soll wohl keine regelkonformen Inline benutzt haben, was aber nicht geahndet wurde. Die Hitze gab ihr den Rest, irgendwann wollte dann auch der Kopf nicht mehr, sie wurde nach hinten durchgereicht.

Für Spannung pur sorgte hingegen das Rennen der Männer. Gut 1,5 Stunden liefen Karsten Kruck und Björn Tertünte zusammen. Mal liefen sie nebeneinander, mal lief Kruck und ein andermal Tertünte mit einigen Metern Vorsprung. Es erinnerte irgendwie an ein Katz-und-Maus-Spiel. Eine erste Wende kam genau nach 1:34:18 Stunden. Kruck , der eine ganz Zeit lang Tertünte folgend hinterherlief, setzte langsam zum Überholen an, der Abstand wurde deutlich größer und es sah fast so aus als könne Tertünte nicht mithalten. Der Ausreißer hielt allerdings nicht lange, 5 Minuten später liefen beide wieder nebeneinander und das Katz-und-Maus-Spiel fing von vorne an, bis Kilometer 33. Nachdem die Versorgungsstelle des TuS Viktoria Buchholz mit musikalischer Unterstützung einer Sambagruppe passiert war, setzte Kruck zum Schluss-Sprint an, der Abstand zwischen ihm und Tertünte wurde unüberbrückbar größer. Unter großem Beifall wurde Karsten Kruck nach 2:40:37 Stunden im Stadion als Sieger empfangen. Eigentlich war man mit einer Zielzeit von 2:32 Stunden angelaufen, doch die Hitze machte dem einen Strich durch die Rechnung. Björn Tertünte überlief die Ziellinie nach 2:41:04 Stunden. Den dritten Platz sicherte sich Robert Jäkel vom TuS 08 Lintorf. Er absolvierte den Marathon in 2:45:27 Stunden.

Dass die Hitze den Sportlern schwer zu schaffen machte, zeigte auch die Zieleinlaufzeit der Siegerin Coco Wieland, die das Rennen in 3:08:06 Stunden gewann. „Heute muss man gut 10 Minuten zu seiner sonstigen Marathonzeit hinzuaddieren“, erklärt sie im Interview. Ihre Mitstreiterinnen haben sich aber auch wacker geschlagen. In kurzen Abständen folgten Vanessa Rösler vom LT Bittermark Dortmund mit 3:09:52 und Gladys Just vom TuS 08 Lintdorf mit 3:11:26 Stunden.

Einige Teilnehmer verkrafteten die Hitze nicht so gut und kämpften mit Kreislaufproblemen. Letztendlich waren die Zeiten an dem Tag nur zweitrangig, „Ankommen“ war für die meisten Teilnehmer das Ziel.


Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Die 35. Auflage des Rhein-Ruhr-Marathon ist bereits terminiert. Am Sonntag, 3. Juni 2018 fällt der Startschuss.

LVN Jugendmeisterschaften U16, U18, U20 in Wesel

Di, 13.06.2017 - 02:00

Der LVN hatte in das schöne Weseler RWE-Auestadion geladen und 863 Leichtathleten sowie 99 Staffeln aus 123 Vereinen samt Helfern, Kampfrichtern und Schlachtenbummlern waren gekommen.

Beste Leichtathletikbedingungen im RWE-Auestadion

Sie verlebten bei tadellosem Leichtathletikwetter und damit besten Bedingungen zwei top-organisierte wie hochklassige Leichtathletiktage, an denen es der lokale Ausrichter Weseler TV-Leichtathletik samt seiner insgesamt 100 Helfer (!) wie gewohnt an nichts fehlen ließ. Bestens hergerichtete Wettkampfstätten sowie ein hervorragendes Catering auf der Besucherterrasse bildete den Rahmen für den Großevent der Nordrhein-Jugendmeisterschaften der Altersklassen U16, U18, U20.

Doppelsieg für Lokalmatador Simon Heweling

Und so belohnten auch die einheimischen Leichtathleten vom Weseler TV ihren Verein und das Weseler Publikum mit teils erwarteten, teils unerwarteten Siegen und brachten das schöne Auestadion in die richtige Stimmung:

 

Das erste Highlight setzte der Weseler Sprinter Simon Heweling (U20) mit seinem unerwarteten Doppelsieg über die 100m (10,92 Sek vor dem Kölner Joshua Hartmann) sowie die 200m-Sprintstrecke in 21,99 Sek. Nach langer Verletzung hat die Hansestadt Wesel ihren Sprinter wieder.

 

Ein weiteres Ausrufungszeichen am Tag 1. setzte der Uerdinger U18 Weitspringer Ole Grammann mit seinem Satz auf 7,23m, der ihm den sicheren Sieg und einen Platz in den Top 3 der Deutschen U18 Bestenliste einbrachte. Auf die Plätze kamen der Düsseldorfer Oscar Grube mit 6,85m sowie Tim Eikermann von Eintracht Duisburg (6,56 m).

Starker Auftritt von Maximilian March

Wie immer überaus stark der Auftritt von Maximilian March (Team Voreifel) über die 110m Hürden: Mit über einer Sekunde Vorsprung entschied der Kaderathlet die Sprintstrecke auf der schnellen Weseler Bahn in sagenhaften 13,91 Sekunden für sich. Auch er hat den Platz drei in der Bestenliste der besten Deutschen U18-Hürdensprinter inne und verfehlte seine Bestzeit um eine 100stel.

 

Am Tag zwei waren es die Mädchen und ein Hochspringer sowie überraschende Ergebnisse in den abschließenden und stets stimmungsvollen Staffelrennen über 4x100 Meter, die für tolle Leistungen und teils Überraschungen sorgten.

 

Im Sprungbereich lieferte an diesem Sonntag der Essener Hochspringer Remo Cagliesi die besondere Leistung, indem er im Hochsprung der männlichen Jugend U20 2,10m überwand und anschließend an den 2,15m nur denkbar knapp scheiterte.

 

Über die 100 m der weibl. Jugend U18 setzte sich erwartungsgemäß die Kölner Sprinterin Beauty Somuah in souveränen 12,09 Sek durch. Cynthia Kwofie (12,25 Sek, TuS Köln rrh.) und Janet Twum-Barimah (12,32 Sek, ASC Düsseldorf) kamen hier an 2. und 3. mit auf das Siegerpodest.

 

In der anschließenden 4x100m-Staffel der weiblichen Jugend U18 lieferte Beauty Somuah einmal mehr auf Position 2 laufend ein tolles Rennen. Am Ende musste sich die Staffel des ASV Köln aber überraschend und zur Freude des Weseler Publikums den Lokalmatadoren der Startgemeinschaft Rhede-Sonsbeck-Wesel geschlagen geben, die mit 49,31 Sek zwei Hundertstel vor den Kölnern einkamen und Nordrheinmeisterinnen wurden. Dritte wurde die Sprintstaffel vom TSV Bayer04 Leverkusen in 49,95 Sek.

Die weiteren Staffeltitel gingen an den LAV Bayer Uerdingen/Dormagen ( M U20, 42,61 Sekunden sowie weibliche Jugend U20 in 47,51 Sek) sowie zur Eintracht Duisburg ( M U18 in 43,16 Sek.).

 

Dieter Jantz, Abteilungsleiter des Ausrichters Weseler TV, zeigte sich zum Abschluss hochzufrieden:

„Wir sind vollauf zufrieden“, lautete sein Resümee. Mit rund 50 Helfern beim Aufbau und der Sportlerbetreuung sorgte der Gastgeber in der Tat für einen reibungslosen Ablauf. Weitere 50 Personen kümmerten sich um das leibliche Wohl der Teilnehmer, Trainer und Besucher. Angesichts von 863 Starterinnen und Startern war die Anzahl der Personen im Auestadion ständig vierstellig. „Wir hatten Respekt vor der Größe der Veranstaltung“, sagte Jantz. „Aber wir haben den Zeitplan eingehalten und nur positives Feedback bekommen.“

Finanzierung im Sport - Fragebogen für Bachelorarbeit

Mo, 12.06.2017 - 02:00

Für eine Bachelorarbeit an der  Friedrich Schiller Universität Jena zum Thema „Finanzierung im Sport“ bittet eine Studentin um die Mithilfe möglichst vieler Vereine. 

Der Fragebogen ist sehr kurz gehalten und somit schnell und einfach zu beantworten:

https://www.soscisurvey.de/Fundraising_in_Sportvereinen/

Sportstättenfinanzierung - Informationstagungen des LSB

Fr, 09.06.2017 - 02:00

Der Landessportbund NRW informiert interessierte Vereine und Organisationen über die Möglichkeiten der Sportstättenfinanzierung.

Die erste Runde der Veranstaltungen hat eine so große Resonanz gefunden, dass jetzt zwei weitere Termine angeboten werden.

Die Veranstaltungsorte sind Bergheim im Rhein-Erft-Kreis am 22. Juni und Oberhausen am 05. Juli.

 

Detlef Berthold vom Sportministerium und Achim Haase von Landessportbund geben einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von der Sportpauschale über das Sportstättenfinanzierungsprogramm der NRW.Bank bis zu speziellen Förderungen von Energieeinsparungsmaßnahmen.

 

Näher Einzelheiten können dem Anhang entnommen werden.

 

Leichtathletik-Wettkämpfe bei den Ruhr Games

Fr, 09.06.2017 - 02:00

iDie Ruhr Games 2017 werfen ihre Schatten voraus.

Das Teilnehmerfeld steht fest und kann nun eingesehen werden.

Weitere Informationen zu den Ruhr Games und insbesondere zu den Leichtathletikwettkämpfen am 16. Juni in Hagen sind bei den Kollegen des FLV Westfalen zu finden und über den nachstehenden Links zu erreichen

hier geht zu den Ruhr Games